Beim Abschlußtraining am Dienstagabend, bei dem alle 6 gemeldeten Mannschaften am Wasser waren, hatten wir noch gewitzelt: „Eigentlich ist das Wasser viel zu glatt, am Wolfgangsee werden wir wieder mit den Wellen zu kämpfen haben“.
Aber diesmal hatte der Wettergott mit uns (und natürlich dem Veranstalter) ein Einsehen und wir konnten das Rennen bei fast perfekten Bedingungen bestreiten. Nachdem Andrea und Rüdiger krankheitsbedingt absagen mussten, waren wir noch 4 Boote über 10 KM und ein Boot über 20 KM.
Auf der kurzen Distanz ist vor allem die Leistung unseres Damenzweiers (Katharina Nußbaumer, Erika Prinz) hervorzuheben. In einem begeisternden Schlussspurt überholten sie ihre Gegnerinnen und waren damit das schnellste Damenboot dieser Regatta (und ließen noch zwei unserer Männerboote hinter sich…)
Über die 20 KM lieferte sich unser neu formierter Zweier mit Pete Spivey und Hannes Amon einen Bord an Bord Kampf mit unseren Lieblingsgegnern von Pirat Wien. Am Ende reichte es nicht ganz für den Sieg, aber immerhin haben sie ihre um 5 Jahre jüngeren Gegner zu einem neuen Streckenrekord getrieben.
In der Mannschaftswertung (15 Vereine) drehten wir dafür den Spieß um und holten uns den Sieg um einen Punkt vor den Piraten. Damit konnten wir unsere Stärke im Mastersrudern wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Ergebnisse Langstrecke Wolfgangsee 2014
Fotos von der Regatta findet man hier
PS: Soeben hat mich noch der Bericht von Rudi erreicht, der mir versprochen hat, seine Eindrücke von der Regatta zu schildern.
Zweier-Langstreckenregatta 10/20km St. Gilgen am Wolfgangsee 26. April 2014
Kurz entschlossen haben wir uns zur Zweier-Langstreckenregatta 10km am Wolfgangsee angemeldet. Unser 4er wurde der Mitte auseinandergesägt und somit ergab das 2 Zweier-Mannschaften mit Josef und Erik und Franz (Leitgeb) und Rudolf. Das Wetter am Renntag war besser als erwartet, ruhiges Wasser, kaum Wind und leichte Bewölkung, also ideales Ruderwetter. Wertvolle Tipps an uns Rookies, wie wir das Rennen anlegen sollen, gab es noch von unserem Präsidenten Mike Schneeberger.
Gestartet wurde in 3 Gruppen: 20km, 10km Männer, 10km Frauen und Mixed. Nach einigen Schlägen hatten wir halbwegs unseren Rhythmus gefunden aber leider nicht unseren Garmin Bordcomputer aktiviert. Nach knapp 1000m tauchte auf backbord ein Linienschiff auf, welches uns zwar nicht den Weg abschnitt, aber aufgrund der Bugwellen die bootinterne Harmonie deutlich beeinflusste. Das Linienschiff pflügte sich mehr oder weniger durchs ganze Feld. Hier sahen wir kurz die Chance unser 4er internes Duell wieder aufnehmen zu können, denn Josef und Erik lagen bereits einige Längen vor uns. Die 5km Wende brachten wir so halbwegs hin, aber dieses technische Manöver ist noch ausbaufähig. Die Rückfahrt nach St. Gilgen/Brunnwinkel ging deutlich besser und harmonischer und vor allem ohne weitere Linienschiffe, auch wenn wir unsere 4er Kollegen nicht mehr fordern konnten. Kurz vor der Zieleinfahrt wurden wir dann auch noch überraschenderweise vom nachgereisten Mondseer Fanclub angefeuert.
Schlussendlich erreichten wir mit unserer Laufzeit von 50:20 unser gestecktes Ziel aber Erik und Josef waren für uns mit 48:04 nicht erreichbar. Hut ab an die 4er internen Sieger. Erika und Katharina konnten sich mit einer Zeit von 46:45 mit einem sehenswerten Zielsprint die „Damenwertung“ sichern. Franz (Fritsch) und Christian lagen mit einer Zeit von 44:09 im vorderen Mittelfeld und unsere „Langstreckler“ Pete und Hannes mussten sich mit ihrer Superzeit von 1:20:22 um nur „25“ Sekunden den Siegern vom Club WRC Pirat geschlagen geben. Zudem hat der Ruderclub Mondsee die „Mannschaftswertung“ gewonnen! Gratulation an alle Ruder-Kolleginnen und Kollegen für die erfolgreichen Wettfahrten!
Fazit für uns Ruder Rookies. Es war definitiv mehr als nur dabei gewesen zu sein. Auch wenn wir in die Rennentscheidung nicht wirklich eingreifen konnten, waren es für uns wieder wichtige Ruderkilometer, die wir sicherlich noch gerne bei einem Fläschchen Bier vertieft analysieren werden. Technisch haben wir eindeutig Luft nach oben was sich vermutlich bei einer Wiederholung der Regatta im Jahr 2015 auf eine zeitliche Verbesserung auswirken sollte. Auf jeden Fall wird es 2015 eine 4er interne Revanche geben.
Rudolf
Und auch die SN berichtet davon: